Flüchtlinge und Selbstwert

frieden weltDer wirtschaftliche Erfolg in Deutschland und die Offenheit der hier lebenden Menschen ist anziehend für Flüchtlinge aus aller Welt. Einwanderer werden auch dringend in den einwohnerschwachen Landesteilen benötigt. Trotzdem gibt es viele Ängste und Vorbehalte bis hin zu Gewalttaten.
Letztendlich bleibt Deutschland keine Wahl – es wird viele der Menschen, die hier leben wollen aufnehmen müssen. Wenn die Wirtschaft die Menschen benötigt, werden sie kommen – im Zweifelsfall illegal. Eine Verweigerungshaltung führt zu massiven sozialen Problemen. Eine kontrollierte Gestaltung der Einwanderung eröffnet dagegen ungeahnte wirtschaftliche Perspektiven.


Die Angst vor Überfremdung bedeutet nichts weiter, als dass man sich selber fremd ist. Wer in sich ruht, benötigt keine Fremdenangst. Die Welt ist in ständiger Veränderung. Wer diese Veränderungen ablehnt, wackelt an dem eigenen wirtschaftlichen Fundament.
Auf der anderen Seite ist es richtig, von den Flüchtlingen und Einwandern eine Integrationsleistung zu fordern. Dies ist deren Beitrag für eine gemeinsame Zukunft. Diese Leistung sollte sich aber auf die Überwindung von Sprachbarrieren und auf Offenheit und Toleranz beziehen. Kulturelle Anpassung ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, sofern sie nicht gemeinsame Grundwerte betrifft,
die im deutschen Grundgesetz geregelt sind.
Gegenseitige Toleranz ist die Wurzel für eine vitale Erneuerung – auch für das Individuum. Die modernen Autoimmunkrankheiten wie Allergien oder Unverträglichkeiten lassen sich auf eine mangelnde innere Toleranz runter brechen. Der Körper ist dann nicht tolerant genug gegenüber eigentlich harmlosen Substanzen oder Mitgeschöpfen.
Das Immunsystem des Körpers reagiert dann unverhältnismäßig. Dadurch wird der Mensch geschwächt – auch gegenüber Angriffen von Bakterien, die tatsächlich ein Problem darstellen.
Insofern ist eine neutrale Haltung gegenüber Fremden eine Voraussetzung damit die Auslese, die unser Körpersystem trifft, funktioniert.
In der Flüchtlingspolitik ist es genau so. Eine neutrale Haltung gegenüber den Problemen der Welt ist die Voraussetzung für vorausschauendes Handeln. Kriminelle Energie und eine Islamisierung
haben keinen Nährboden, wenn die Grundbedingungen eines gemeinsamen Wohlstands vorhanden sind – auch wenn dieser Wohlstand bei einigen nur als Projektion oder Perspektive für die Zukunft vorhanden ist.
Yoga bietet Übungsreihen und Meditationen, um Selbstwert und Kraft aus sich selber heraus zu stärken und Toleranz zu fördern. Dies sind Grundbedingungen um ein solidarisches, gemeinsames Miteinander zu fördern. Deutschland ist stark – wenn es das bleiben will gibt es keine Alternative zur weiteren Öffnung und Integration der Menschen, die hier gemeinsam mit uns leben wollen.

© Sangeet Gill, Juli 2015