Weltanschauung, Technologie und Wissenschaft

Kulturelle Technologie wie Sprache oder auch Schrift sorgt dafür, dass eine Gesellschaft komplexer, leistungsfähiger und flexibler wird. Sie ist nicht angeboren, folgt aber ähnlichen evolutionären Prozessen wie Erbinformationen. Von Generation zu Generation werden Kulturtechniken weiter entwickelt und verfeinert.
Yoga eine kulturelle Technologie, die auf dem Wissen über die Vorgänge im Körper basiert.
Diese Vorgänge entziehen sich regelmäßig den im Augenblick vorherrschenden rational-wissenschaftlichen Weltbild. Yoga basiert auf dem Fluss und der Gestaltung von Lebensenergie, die Prana genannt wird. In anderen Traditionen gibt es andere Namen dafür, allerdings ist immer das gleiche damit gemeint.
Die gegenwärtige Wissenschaft lehnt die Existenz dieser Lebensenergie ab. Sie geht davon aus, dass das Leben aus Zufall entstanden ist und einer Art Mechanik zugrunde liegt, die in den physikalischen Gesetzen zum Ausdruck kommt. Lebensenergie passt nicht in dieses Konzept.
Damit bewegt sich Yoga auf der gleichen Anerkennungsstufe wie Homöopathie.
Die Homöopathie-Kritiker behaupten, dass wahrgenommene Erfolge einer Globuli-Behandlung dem Behandlungsumfeld und nicht dem Mittel selbst zugeschrieben werden müssen. Sie verweisen auf den Glauben des Patienten an die Wirksamkeit der Behandlung (Autosuggestion) oder auf die Qualität der Beziehung zwischen Therapeuten und Patienten.
Selbst wenn umfangreiche Studien die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen (was der Fall ist), werden sich die Kritiker nicht überzeugen lassen. Ihr Argument lautet: Eine Methode, die sich jenseits der derzeitig anerkannten physikalischen Gesetzte bewegt, kann keine Wirkung haben. Allerdings ist es mit diesen physikalischen Gesetzen so eine Sache. Tatsächlich gibt es so einiges, was sich nicht erklären lässt. Das Bewusstsein des Menschen ist ein Beispiel dafür.
Einige glauben, dass es einen neutralen Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse gibt und diese sich alle auf rationale Zusammenhänge reduzieren lassen.Tatsächlich aber ist der rationale Blick ein „Glauben“ unter vielen. Neutralität kann nur eine mögliche Bewusstseinsform neben anderen sein. Es existiert keine Basisrealität. Je tiefer wir danach Graben, desto weiter entfernen wir uns von der Vorstellung der absoluten Wahrheit.
Yoga ist wie vieles andere auch eine Technologie, die nach dem heutigen Stand der Wissenschaft noch nicht erklärt werden kann. Millionen Yogis wissen, dass sie trotzdem funktioniert. Als Yogis entziehen wir uns dem Paradigma der gegenwärtig dominierenden Weltanschauung und stellen ihr eigenen Erfahrungen gegenüber. Dies bedeutet nicht, dass wir wissenschaftlichen Erkenntnissen grundsätzlich skeptisch gegenüber stehen. Wir wünschen uns lediglich, dass die jeweilige Weltanschauung ebenfalls Berücksichtigung findet.

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