Seit unserem Treffen des „Eine Welt Kollektiv – One World One Vision e.V.“ Anfang Januar 2025 (vor Ort in Kaltenkirchen bei Hamburg) hat sich im Ahimsa-Projekt grundlegend einiges weiterentwickelt.
Wir sind mittlerweile eine Sektionsgruppe „Yogis und Yoginis – Wehrhaft ohne Waffen“ innerhalb der bundesweiten WoW-Kampagne.
Und das nicht nur rein formell: Bereits im April 2025, als ein aktives Mitglied unseres „Eine Welt Kollektiv – Initiativ-Teams“ (unser Vorstandsteam) die Jahrestagung des „Bundes für Soziale Verteidigung“ (in Hannover) besuchte, entstanden engere Verbindungen mit den Aktionist:innen und Gründer:innen der bundesweiten Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“.
Die Werte der aktiven Menschen innerhalb der WoW-Kampagne decken sich stark mit den unsrigen (auch den yogischen) Werten, aktiv für Soziale Verteidigung und Gewaltlosigkeit einzutreten. Es geht darum, klare Haltung zu zeigen – auch öffentlich – gegen potenzielle Zerstörungsmechanismen, gegen Rassismus und gegen die Gefahr aufkeimender rechtsextremer Ausrichtungen in der Gesellschaft.
„Soziale Verteidigung“ bedeutet im ersten Schritt, aus dem Solo-Status der Vereinzelung herauszutreten, mit anderen Menschen aufgeschlossen in Verbindung zu gehen, gemeinschaftlich solidarisch zu handeln, neue Wege der Verständigung zu suchen und in Interaktion zu kommen, sich zu vernetzen (online und in Präsenz) sowie gemeinsam sichtbare, gelebte Zeichen von Ahimsa zu setzen.
Warum sind wir eine Sektionsgruppe bei „Wehrhaft ohne Waffen“ – und keine Modellregion?
Weil unsere Arbeit nicht nur auf eine Region bezogen ist (wie z.B. bei der WoW-Kampagne, die in Modellregionen arbeitet: in der Stadt Essen, am Oberrhein, im Wendland, in Berlin-Moabit). Zum Teil sind wir als Yogis und Yoginis außerdem international vernetzt (z.B. über die European Kundalini Yogafestivals in Frankreich). Und auch in Deutschland sind wir über verschiedene Bildungsinitiativen im Yoga vernetzt – nicht nur regional.
In Mittelhessen haben wir bereits ein Sommertreffen verwirklicht (im August 2025 in der Rhön bei Fulda), sowie Anfang Mai 2025 in Ratzeburg (Holstein) und zuletzt ein Spätherbsttreffen in Kaltenkirchen (Holstein).
Alle diese Treffen hatten einen selbstorganisierten inhaltlichen Workshop-Charakter, immer im regen Austausch untereinander und bedürfnisgerecht gestaltet. Auch in spiritueller Hinsicht, sodass wir heute – am Ende des Jahres 2025 – sagen können:
Wir sind als Gruppe und in der Kooperation wertvoll gewachsen.
Einander aufmerksam zuhören – ein wertvolles Element, um gemeinschaftlich zu wachsen
Diese Erfahrung machten wir im September 2025, als wir das Jahrestreffen der bundesweiten Kampagne „Wehrhaft ohne Waffen“ in Essen besuchten. Wir waren dort mit zwei aktiven Teilnehmer:innen unseres „Eine Welt Kollektivs – One World One Vision e.V.“ vertreten.
Wir hatten viele interessante Gespräche und Diskussionen mit den Aktiven aus dieser Kampagnengruppe – im Hinblick auf die Verwirklichung von Sozialer Verteidigung und Ahimsa. Wir wurden nicht als „Fremdkörper“ angesehen – im Gegenteil: Man erwartete von uns Yogis und Yoginis, dass wir uns gut und weiterbringend in die Friedensarbeit einbringen können.
Im Mittelpunkt dieses WoW-Jahrestreffens praktizierten wir (in Dreier- und Fünfergruppen-Formaten) eine Sozial-Übung, die aus den Trainings für Gewaltfreiheit und der Initiative „Mehr Demokratie e.V.“ entstammt.
Zur Fragestellung „Wie geht es dir zurzeit mit der aktuellen politischen Situation?“ äußerte sich jede:r offen und ganz persönlich in der Kleingruppe vor den jeweils konzentriert Zuhörenden. Die Zuhörenden kommentierten nicht und bewerteten nicht. Jede:r Teilnehmende in der Kleingruppe bekam die Rolle der/des Erzählenden – und auch der/des Zuhörenden. Niemand hatte das Recht, jemanden während des Erzählens zu unterbrechen.
Diese Erfahrung mit der Sozial-Übung war sehr wohltuend und ein anschauliches Beispiel dafür, wie die Kraft von Ahimsa es ermöglicht, sich auf Augenhöhe würdevoll, tolerant und achtsam zu begegnen.